Herzlich Willkommen

Herzlich willkommen! Der Verein "NVS" ist in 4332 Stein AG tätig. Infos über den Ort finden Sie auf der Google Maps Karte und der Gemeinde-Homepage.

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Naturexkursion in Stein

Dieses Jahr fand die Exkursion vom 5.Mai nicht in der freien Natur statt, sondern im Siedlungsraum. Sie diente der Sensibilisierung und Information zugunsten der Artenvielfalt ("Biodiversität im Siedlungsraum"), indem 4 NVS-Mitglieder ihre Privatgärten zum Besuch zur Verfügung stellten. Die Fotos stammen von Mechthild Babel, herzlichen Dank!

Bei einem Willkommenskaffee mit Zopf konnte der Präsident 19 Vereinsmitglieder und Andrea Porriciello als Delegation des Gemeinderates begrüssen. Bei trockenem aber winterlich kaltem Wetter machten sich alle unter der professionellen Leitung von Frau Katja Sattler, Fachfrau für Naturnahen Garten- und Landschaftsbau (www.setzholz.ch) auf den Weg. Bei jedem Standort boten sich "Aufhänger" in Form positiver Beispiele und Optimierungsmöglichkeiten, um grundsätzliche Empfehlungen zu geben, die in der Regel für private Gärten ebenso wie für öffentliche Grünflächen gelten.

Ausserhalb des Werkhofs wurden neben den Hochstammbäumen auch die Blumenwiese und die noch ungemähten Rabatten geschätzt. Damit sie der Artenvielfalt wirklich dienen, sollten sie so spät gemäht werden, dass sie versamen können. Dies ist auch für mehrjährige Pflanzen langfristig überlebensnotwendig.

 

Ruth und Johannes von Siebenthal haben stets darauf geachtet, zum Grossteil einheimische Bäume und Sträucher zu pflanzen. Frau Sattler empfiehlt, zugunsten der Insekten und Kleintiere mindestens 80% bewährte, einheimische Büsche und Sträucher zu pflanzen, und höchstens 20% fremdländische oder hochgezüchtete, die der lokalen Tierwelt nicht viel bringen.

Der Garten regte auch zu Kommentraren betr. Wasser an: Die Durchlässigkeit des Bodens als Grünfläche oder Kiesbelag ist wichtig für die Durchlässigkeit bei Starkregen. Und wenn möglich sollte wie hier Regenwasser vom Dach gesammelt werden. Dieses ist für die Bewässerung besser geeignet als mineralienhaltiges Leitungswasser. 

 

Bei Fredy Niederer und Familie fiel vor allem die Flächentrennung in einen nischenartig eingerichteten Wohnteil und einen für die Natur reservierten, separaten Flächenteil auf. Blumenrasen mit Gehweg und Beete, in denen (fast) alles wachsen darf, dienen der Artenförderung. Sogar der Maschendrahtzaun am Parzellenrand ist an einer Stelle zuunterst dreieckig ausgeschnitten, damit der Igel, der dort oft umherstreift, auch einen Durchgang vorfindet.

 

Bei Therese und Fredi Seiler stand vor allem die altehrwürdige Eiche im Zentrum, die nach Berechnungsformeln im Internet 150-250 Jahre alt sein soll. Ihre Äste sind auch extrem ausladend, da sie wohl schon immer allein und nicht in einem Baumverband stand. Auf Eichen lässt sich ein grosses Loblied singen, denn sie bieten von unseren Bäumen wohl der Höchstzahl von Organismen Unterschlupf und Nahrung. Grosse Bäume sollten ohnehin mit viel Respekt gepflegt und nicht leichtsinnig gefällt werden, auch wenn sie manchmal dem verdichteten Bauen im Wege stehen.

 

Bei Halbzeit der Wanderung durfte die leicht unterkühlte Gruppe dann von warmem Tee und Kaffee, gesponsert und serviert von Seiler's, profitieren, herzlichen Dank!

 

Bei Thomas Kaufmann und Familien wurde das "Bluemegärtli" mit seiner Vielfalt und das Stehenlassen eines alten, teils abgestorbenen Baumes geschätzt, ebenfalls die Säulenpappeln am Parzellen- und gleichzeitig Dorfrand. Am Beispiel der allgemein üblichen Rasenflächen wurde hier diskutiert, wie sie durch einfache Massnahmen zumindest zum Teil naturnäher gestaltet werden könnten: Teilflächen als spät-gemähte Blumenwiese, Aufstellen von Asthaufen und lückigen Steinmauern in einem räumlichen Relief etc. könnten bei vielen Gärten den optischen Eindruck auflockern und gleichzeitig vielen Organismen Nahrung und Verstecke bieten. Auch eine Hecke am Parzellenrand, die bis unten auf den Boden dicht gelassen wird, kann vielen Tieren nützlich sein.

 

So wurden bei jedem Garten Enpfehlungen aufgrund von bestehenden Beispielen und Möglichkeiten besprochen. Einen gemütlichen Abschluss bildete ein Aperitif und die anschliessende Verpflegungs-möglichkeit am Grill...

... unter der Regie unserer beiden Grillmeister und Vorstandsmitglieder Thomas Kaufmann und Geri Porriciello.

Es war eine äusserst informative Exkursion "im eigenen Raum", in wertschätzender und familiärer Atmosphäre. Herzlichen Dank allen, die dazu beigetragen haben! Wir hoffen, dass das Wissen um naturnahe Gartengestaltung sich ausbreitet und mithilft, dem grassierenden Artensterben gegenzusteuern.

  

Bustelbach lädt zum Verweilen ein...

Am Feldweg entlang des geschlängelten Bustelbachs laden neuerdings zwei Halbstamm-Bänke zum Verweilen ein. Der eine wurde auf den Erdwall gesetzt, der bei der Bach-Renaturierung aufgeschüttet wurde, Er bietet Wanderern nun Aussicht in zwei Richtungen: einerseits auf die östlich angrenzende Landschaft...

... und andererseits auf die renaturierte Wiese westlich vom Bustelbach:

Das Holz des Ruhebankes entstammt einer alten abgestorbenen Eiche, die der Kanton nach vielen Jahren trotz ihres Wertes als Totholz doch fällen liess, weil sie für das Publikum eine potenzielle Verletzungsgefahr darstellte. Sie dient nun weiter in Form von Asthaufen für Kleinlebewesen, einem Spaltstock und vier Halbstamm-Bänken. Ein solcher wurde auch etwas südlicher auf der Beobachtungs-Plattform am Bustelbach aufgestellt:

Hier lässt sich in aller Ruhe das Leben auf der renaturierten Wiese beobachten. Die Plattform war 2016 im Zuge des Renaturierungsprojekts aufgebaut worden, damit Wanderer von hier aus die Wiese beobachten können, ohne sie zu betreten. Die Oberfläche der Wiese wurde damals abgetragen und regionale Samen von Trockenwiesen eingesät, so dass auf ihr nun Pflanzen, Insekten und Vögel wieder heimisch werden können, die seit der schweizweiten Intensivierung der Landwirtschaftsmethoden weitgehend verschwunden sind. Um die Wiese während der Wachstums- und Brutphase zu schützen, wurden vom NVS an 4 Zugangsorten  Warntafeln aufgestellt:

Geniessen Sie als Wanderer oder Hundeführer die gemütliche Beobachtungsmöglichkeit auf den Bänken am Weg - und helfen Sie bitte mit, in der kritischen Zeit von März bis Juni die Wiese jeweils frei von Störungen zu halten: d.h. 1.) sie selbst nicht betreten und 2.) gegebenenfalls andere Leute auf den Zweck der Wiese aufmerksam machen. Für solche aktive Untertützung zugunsten der Natur sind wir sehr dankbar!

  

Nächste Termine

Novartis Tag der Partnerschaft

Der "Tag der Partnerschaft" ist eine bereits zur  Tradition gewordene, freiwillige Unterstützung für die Gemeinden in der Umgebung der Firmenstandorte von Novartis. Am 7. Mai 2019 führten 16 Mitarbeitende diesen Einsatztag in Stein durch. Sie wurden angeleitet und ergänzt durch Mitglieder des Werkhofteams und des NVS.

Eine Gruppe von 12 Personen war im Park 91 im Einsatz. Dort ging es als Schwerpunkt darum, ein neues Spielschiff einzurichten:

Der Aufbau dieses Prachtsstückes erforderte den höchsten Personalaufwand. Präzision war gefragt und der Umgang mit frischem Beton forderte einiges an Muskelkraft.

In der Nähe wurde eine elegante, metallene Wippe ebenfalls von null auf installiert:

Auf die bereits bestehenden Spielflächen wurden  neue Holzschnitzel aufgetragen (15 m3 !) ...

... und auch Grünflächen mussten gemäht resp. getrimmt werden. Beim Pumpengebäude wurde zudem das Unkraut auf der Verbundsteinfläche von Hand mit Hacken entfernt.

Die "massigste" Aktion war im Park 91 wohl die Lieferung und Verteilung der 18 m3 Sand für die Bodenfläche beim neuen Spielschiff:

Da war gegen Ende der Arbeitszeit nochmals viel Muskelkraft gefragt.

Am Hang oberhalb des Biotops "Nase" (beim Kraftwerk) richtete ein separates Team von 4 Novartis Mitarbeitenden eine neue Treppe ein, welche die bisherige steile Rutschpartie zwischen dem oberen Rheinweg und dem Biotop entschärfen sollte:

Das Resultat darf sich sehen lassen ...

... und dürfte nun einige Zeit stabil bleiben. Von der schmalen Spur neben der Treppe sollten sich Biker allerdings nicht verlocken lassen, denn sie könnten unten allzuleicht ungebremst in einem Weiher landen...

Der ganztägige Grosseinsatz war eine anstrengende und nachhaltige Leistung, nochmals ein grosses Dankeschön an alle Beteiligten! Es war eine erfreuliche Zusammenarbeit in freundschaftlicher Atmosphäre. Und es freut uns sehr, dass dem Aufruf des Novartis Management auch wieder so viele Mitarbeitende Folge geleistet haben. Wir wünschen den Steiner Kindern im Park 91 nun viel Spass und Erholung mit zusätzlichen neuen Einrichtungen.

  

Aktive Helfer gesucht !

In den letzten Jahren hat sich die Anzahl aktiver Helfer deutlich reduziert. Bitte helfen Sie mit, potentielle Interessenten anzusprechen. Der untenstehende Flyer kann Ihnen dabei behilflich sein.

Wichtig ist , dass beim NVS keine Präsenzpflicht besteht: wer gerade mithelfen kann und will, ist am jeweiligen Einsatz willkommen. Den Flyer können Sie bei Bedarf über diesen Link herunterladen (ca. 320kB). Herzlichen Dank!