Herzlich Willkommen

Der Verein "NVS" ist in 4332 Stein AG tätig. Infos über den Ort finden Sie auf der Google Maps Karte und der Gemeinde-Homepage.

 

Empfehlungen betr. Biodiversität

Um die zunehmend verarmte Biodiversität (Artenvielfalt) zu unterstützen, können Sie folgendes tun:

Die Natur freut sich auch, wenn Sie mit etwas Kleinem beginnen! 

Nächste Termine

Arbeitseinsatz
Do 05.08.2021 08:00-12:00
Arbeitseinsatz
Do 19.08.2021 08:00-12:00
Jahreshock mit PartnerIn
Sa 28.08.2021 12:00-16:00
Arbeitseinsatz
Sa 04.09.2021 08:00-12:00
Stammtisch im Busteli
Mo 13.09.2021 15:30-17:00
Arbeitseinsatz
Do 16.09.2021 08:00-12:00

Weitere Einträge

Umsturz am Bustelbach!

Gestern wurde uns gemeldet, dass am Bustelbachweg bei der Plattform die Salweide umgekippt und damit der Weg zur Plattform versperrt sei:
 
Wir haben die gefallene Weide heute zerteilt, was viel Biomasse auf Ast- und Totholzhaufen ergab und 6 NVS-Mannstunden mit Astscheren und 2 Kettensägen benötigte. Mehr >

Mys Gärtli 2021

Ein Streifzug durch private Gärten zeigte einmal mehr bewundernswerte Strukturen bei der Nahbetrachtung von Blüten und auch persönliche Arrangements. Hier eine Selektion von Eindrücken im Juli 2021, beginnend mit dem Hauswurz:

Mehr Bilder gibt es hier.

Von Neophyten und Biotopen 

Exkursion 2021 in Stein: NVS nimmt die Natur im Raum Bustelbach unter die Lupe 

Nachdem auch in diesem Jahr die geplante grosse Exkursion mit Bus nicht durchgeführt werden konnte, hat der Vorstand entschieden, stattdessen einen Rundgang in Stein anzubieten, mit dem Thema «Was gibt es Neues für die Natur im Raum Bustelbach». So trafen sich am Samstag, 3. Juli 2021 bei leicht bewölktem aber trockenem Wetter 17 aktive und ehemals aktive Mitglieder des Naturschutz- und Verschönerungsvereins Stein (NVS) beim Parkplatz Bustelbach, um unter der kundigen Leitung von Präsident Pierre Sandoz und Einsatzleiter Fredy Niederer die verschiedenen Projekte zugunsten der Natur zu begutachten und gleichzeitig Wissenswertes über die Natur zu erfahren.

Präsident Pierre Sandoz begrüsste die Teilnehmenden und speziell Hansruedi Schlatter als Vertreter des Gemeinderates, begleitet von seiner Gattin.

Dann ging es auch schon los und gleich als Erstes konnte die Ackerkratzdistel betrachtet werden, ein Unkraut, das sich über Rhizome und Samen stark ausbreitet, wenn es nicht ausgerissen und Wurzeln und Blüten im Kehricht entsorgt werden. Gleiches gilt für das Einjährige Berufkraut, das die Gruppe kurz darauf ebenfalls inspizieren konnte.

Gleich nach der Überquerung des «Tennis-Brüggli» beim Sportplatz konnte sich die Gruppe an vorbeihuschenden Eidechsen und am Gesang einer Mönchsgrasmücke erfreuen und marschierte dann weiter zum Biotop mit den 3 Weihern.

Das Biotop besteht seit 1983 und ist offiziell als Natur­schutzgebiet mit strengen Regeln erfasst.

Pierre erklärt die verschiedenen Regeln und erläutert, dass das Biotop aus Wiese, Baumhecken, Wald, Steinhaufen und Weihern besteht, die ein sog. «Lebensraum-Mosaik» bilden.

Die Brücke zu den Weihern musste seit der Errichtung in 1983 bereits dreimal ersetzt werden. Die heutige Version ist recht stabil und steht seit nunmehr 13 Jahren.

Der 1983 eingerichtete grosse Weiher wurde im 2020/21 ausgebaggert, um wieder eine lebenswerte Wasserqualität zu erreichen.

15 Jahre nach der Erstellung dieses Weihers wurden 2 weitere kleinere Weiher ausgehoben, um Pflanzen und Tieren auch ruhigere Rückzugsorte zu bieten.

Da das Gras vor kurzem gemäht wurde, konnte die Gruppe vorbei am stets gut besuchten Insekten­hotel im Biotop durch die Obstwiese dem Lauf des Bustelbachs folgen.

Sowohl der Bach wie auch die angrenzende «Bifang-Wiese» waren 2016 renaturiert worden und unterstehen seither kantonalen Pflege-Regeln. Auf der Obstwiese steht seit kurzem ein zweiter Holzstapel als Lebensraum für viele Lebewesen. Dieser und die daneben wachsende Dornenhecke wurden 2020 als Teil des «Steinkauz-Projekts» gesetzt.  

Von der Wiese wurde 2016 die Oberflächenschicht entfernt und neu eingesät. Sie wird jetzt «extensiviert» und darf erst ab Mitte Juni gemäht werden, damit die Pflanzen versamen können. Auf der Wiese stehen zahlreiche Hochstamm-Obstbäume, die ursprünglich alle gesponsert wurden. Da die Früchte heute nicht mehr von allen Sponsoren selber geerntet werden, ist ein Teil der Bäume für die Öffentlichkeit freigegeben; jeder Obstbaum ist mit einem kleinen Hinweis-­Schild gekennzeichnet.

Beim «Ueli-Brüggli» wartete dann eine willkommene Stärkung, von unserem Kassier Geri Porriciello angeboten.

Anschliessend ging es auf der anderen Seite des Bustelbachs den Jubiläumspfosten entlang zurück Richtung Sportplatz. Die Pfosten wurden 2007 als Teil des Lehrpfades zum Jubiläum des NVS gesetzt; ihr Ersatz in 2016 wurde vom kantonalen Renaturierungsprojekt gestiftet.

Unterwegs zeigte Pierre Sandoz einen Steinhaufen aus dem Steinkauz-Projekt, gesetzt von Landwirt und Gemeindeamman Beat Käser, der sich mit ökologischen Ausgleichsflächen ebenfalls sehr für die Natur einsetzt. Die Steine stammen aus dem danebenliegenden Acker, den er bewirtschaftet. Auch eine Sandlinse (im Boden) für Wildbienen sowie ein Wurzelstock-Haufen wurden von Beat Käser eingerichtet.

Inzwischen hatte sich der Himmel verdunkelt und die ersten Regentropfen fielen. So ging es raschen Schrittes zur Colonia Libera Italiana, wo Apéro und Pizza warteten, gestiftet vom Gemeinderat, dem an dieser Stelle ganz herzlich für seine Grosszügigkeit gedankt sei.

Bei Speis und Trank liessen die Teil­nehmenden einen interessanten Nachmittag gemütlich ausklingen und genossen das gesellige Bei­sammensein. Ein grosses Dankeschön an Pierre Sandoz und Fredy Niederer für die sehr interessante und lehrreiche Führung; danke auch an die Colonia Libera Italiana für die feine Bewirtung.

Text: Marion Rudin / Fotos: Mike Sawlewicz  

Freude an der Natur

Auch Anfang 2021 gab es in der Natur viel Schönes zu beobachten, z.B.:

Weitere Bilder finden Sie hier

Pfadfinder helfen der Natur in Stein

Die Pfadfinder «Pfadi Thierstein Stein AG» realisieren seit diesem Jahr eine neue Einsatzmöglichkeit anstelle der Papiersammlung: sie werden 4x im Jahr unter Leitung des Naturschutz- und Verschönerungsverein Stein (NVS) bei Arbeiten im Gelände mithelfen.

Mehr >>

GV 2021 ganz im Zeichen der Pandemie

Nachdem schon letztes Jahr die GV wegen Corona vom März auf Ende August verschoben werden musste, entschied der Vorstand nun bereits im Januar, die diesjährige GV auf dem Korrespondenzweg durchzuführen – ein Novum in der 114-jährigen Geschichte des NVS. Erfreulicherweise meldeten sich 21 Mitglieder zur Teilnahme an, darunter auch der Gemeinderat; retourniert wurden 17 Abstimmungsblätter.

Trotz Corona ein erfreulich aktives Vereinsjahr mit realisierten Projekten

Im Geschäftsjahr 2020/21 fielen wegen der Einschränkungen 6 der 20 Arbeitseinsätze weg, der Novartis Tag der Partnerschaft wurde abgesagt, die Exkursion mit Bus konnte nicht stattfinden und die GV 2020 wurde nach 2-maliger Verschiebung erst am 29. August abgehalten. Trotzdem wurden 590 Stunden Arbeit im Gelände geleistet, nur ca. 11% weniger als im Vorjahr. Grund dafür sind das Dazustossen neuer Mitglieder, eine höhere Beteiligung an denjenigen Einsätzen, die durchgeführt werden konnten. und zahlreiche Aktionen zu zweit oder alleine während des Lockdowns. Die Einsätze dienten vor allem den traditionellen Pflegeaufgaben an Biotopen, Bächen, Hecken, Nistkästen, Vita Parcours, Bänkli usw. Nebst Problempflanzen, die entfernt werden mussten, gab es am Bustelbach und seiner Baumhecke grossen Aufholbedarf aufgrund von Verbuschung und Verwaldung.

Erfreulich ist auch das Engagement der Kirchen-Verantwortlichen für die Natur: bei der reformierten Kirche wurden als erste Aktion im Dezember 4 Meisenkästen und 3 Mehlschwalben-Kunstnester montiert. Mögen sie bald bewohnt sein!

Die Weiheraufwertung im Bustelbach, ein Projekt mit 3 Jahren Vorlaufzeit, konnte Ende Sept. 2020 endlich in Angriff genommen und im Feb. 2021 abgeschlossen werden. Entfernt wurden der faulig riechende Schlamm des grossen Weihers (ca. 6 m3) sowie der grosse Gürtel von Schilf-Wurzelwerk (ca. 9 m3), der die freie Wasserfläche mindestens halbiert hatte. Herzlichen Dank an Urs Waldmeier und Fam. Käser für die gute Zusammenarbeit zugunsten unserer Amphibien!

Ausbaggern des Schlamms

Ausbaggern des Schilfgürtels

Ende Okt. 2020 wurde der NVS Teil des trinationalen «BirdLife-Programm Steinkauz und Obstwiesen», dessen Ziel ist, dieser bei uns ausgestorbenen Kauzenart und anderen selten gewordenen Organismen ein lebenswertes Gebiet zur Wiederbesiedlung anzubieten. Dafür wurde zwischen Bustelbach und Flurweg ein grosser Steinhaufen deponiert, neben dem Modellflugplatz ein grosser Wurzelstock und eine Sandlinse für Wildbienen eingerichtet und auf der renaturierten Bifangwiese 50 Pflänzchen für eine Dornenhecke gesetzt, zudem ein Gestell für Holzstapel aufgebaut.

Aufbau von Strukturen am "Steinkau-Tag" 

Als offizieller Akt wurden von einem Novartis-Manager und Gemeindeamman Beat Käser 2 Wildrosen gepflanzt. 

Geschäfte und Wahlen

In diesem Jahr standen Gesamterneuerungswahlen an. Vorstand und Revisoren stellten sich für eine weitere Amtsperiode zur Verfügung und wurden allesamt wiedergewählt. Auch bei allen anderen GV-Traktanden wurden die Berichte ohne Gegenstimmen genehmigt. Ein von einem Mitglied gestellter Antrag wurde wieder zurückgezogen.

Dank für besondere Leistungen

Den aktiven Helfern ist der Verein sehr zu Dank verpflichtet, denn ohne sie geht einfach gar nichts. Auch dem Werkhofteam und den drei Familien Käser sei an dieser Stelle herzlich gedankt für ihre hochgeschätzte Unterstützung, ohne die unsere Aktionen stark eingeschränkt wären.

Ein besonderes Dankeschön für langjährige Spezialaktionen geht an unsere passionierten Feldornithologen Hilde und Hannes Nussbaumer. Sie haben uns während 4 Jahren die «Lernecke» der Homepage ermöglicht - mit 170 professionellen Fotos und mit Steckbriefen. Sie untersuchen auch stets die Bruterfolge der Waldkäuze und helfen mit bei der Reinigung der künstlichen Nisthilfen. Im 2015 haben sie die Mehlschwalben im ganzen Dorf aufgesucht und 90 Brutfamilien entdeckt. Auch Einsatze im Gelände haben sie geleistet und Hilde hat je eine Exkursion für unseren Verein und für eine Schulklasse geleitet.

Hilde und Hannes Nussbaumer mit Fredy Niederer und Pierre Sandoz 
Betr. Corona: die Masken wurden zwecks Gesichtserkennung für die Aufnahme kurz entfernt

Alle Präsente wurden (oder werden noch) durch Vertreter des Vorstandes persönlich überreicht. Vielen Dank auch an Präsident Pierre Sandoz und Einsatzleiter Fredy Niederer, die sich nach Kräften bemühten, dass in Einzelaktionen und Kleinstgruppen viele Arbeiten trotz der schwierigen Lage durchgeführt werden konnten.

Ausblick

Leider entfiel bei der diesjährigen GV das gemütliche Zusammensein; dies soll aber am Jahreshock im Spätsommer nachgeholt werden, wo wir hoffentlich nebst den bisherigen auch neue Mitglieder begrüssen dürfen. Interessenten können sich bei Präsident Pierre Sandoz oder über die Homepage melden (nvs-stein.ch/mitglied_werden).

(Text: Marion Rudin / Fotos: Pierre Sandoz und Chantal Eyer)  

 

Aktive Helfer gesucht !

In den letzten Jahren hat sich die Anzahl aktiver Helfer deutlich reduziert. Bitte helfen Sie mit, potentielle Interessenten anzusprechen. Der untenstehende Flyer kann Ihnen dabei behilflich sein.

Wichtig ist , dass beim NVS keine Präsenzpflicht besteht: wer gerade mithelfen kann und will, ist am jeweiligen Einsatz willkommen. Den Flyer können Sie bei Bedarf über diesen Link herunterladen (ca. 320kB). Herzlichen Dank!

  

Prachtlibellen am Bustelbach

Es lohnt sich, auf der Beobachtungs-Plattform am Bustelbach zu verweilen. Zurzeit können prächtige Libellen dort bewundert werden.

Die Gebänderte Prachtlibelle ist leicht mit der Blauflügel-Prachtlibelle zu verwechseln, die ebenfalls am Bustelbach vorkommt. Die Unterscheidungs-Merkmale sind auf den Fotos gut zu erkennen.

Der Plattbauch, eine andere Libellenart, vertreibt gerne von seiner Sitzwarte aus die anderen Libellenarten.

Der Streit der Libellen um die besten Plätze rechts und links des Bustelbachs ist interessant und amüsant zugleich.

Text: Hilde Nussbaumer
Fotos: © Hannes Nussbaumer

Ornithologisches Highlight auf dem Rhein

Ein Eistaucher auf dem Rhein begeisterte eine Woche lang Ornithologen und Fotografen.

In der Schweiz ist der Eistaucher ein regelmässiger, seltener Durchzügler und Wintergast. Das Brutgebiet des Eistauchers erstreckt sich vom nördlichen Nordamerika über Grönland bis Island. Mit etwa 300 Paaren beherbergt Island die einzige Eistaucher-Population in Europa.

Zwischen Stein und Sisseln ist dieses Foto von einem Eistaucher im Jugendkleid entstanden:

Dieser Eistaucher im Prachtkleid wurde im Þingvellir Nationalpark in Island fotografiert:

Eistaucher im Prachtkleid sind bei uns sehr selten zu beobachten.

Text: Hilde Nussbaumer
Fotos: © Hannes Nussbaumer

Familie Nilgans

Auch dieses Jahr vermehren sich die Nilgänse rasant: am Rheinufer wurde bereits am 3.3.2020 eine Mutter mit 5 Jungen gesichtet (Foto © Nelly Lehmann):

"Mys Gärtli" 2020

Blüten. Insekten, Farbenpracht... und manchmal auch seltene Begegnungen:

Eine kleine Selektion dessen, was in Privatgärten im 2020 zu bewundern war, sehen Sie hier.

Distelfink überwintert!

Von unserem Mitglied Fredi Seiler erhielten wir die nachfolgenden Fotos mit dem Kommentar "Bei uns tummeln sich seit dem großen Schnee die schönen Distelfinken!"

 

Der bunt gefärbte Distelfink gehört zu einer Gruppe von Vogelarten, deren Zugverhalten sich der Klimaerwärmung angepasst hat: ein zunehmender Teil von ihnen überwintert nicht mehr in Südeuropa, sondern harrt im Winter in seinem Brutgebiet aus, d.h. unter anderem auch bei uns. Dabei ist wichtig, dass er genügend Sämereien vorfindet. Breitere Infos zum Thema finden Sie im Heft "Vögel, Wetter und Klimawandel" der Schweizerischen Vogelwarte.

In den Empfehlungen zur Förderung der Biodiversität findet man stets die Aufforderung, im Privatgarten und im öffentlichen Raum die verblühten Stauden und Strauch-Äste im Herbst nicht zurückzuschneiden, sondern sie bis im Frühling stehen zu lassen. So dienen die verbliebenen Samen den Vögeln in dieser kargen Zeit als Nahrung, z.B. auch dem Distelfink:

Herzlichen Dank an Fredi Seiler für seinen Impuls mit den schönen Fotos!